Blogger für Flüchtlinge: GENUG IST GENUG!

Wie kann es sein, dass gegen fliehende Menschen und deren Kinder Blendgranaten eingesetzt und Zäune aufgebaut werden, um ihnen die Flucht zu verweigern, sie wie Kriminelle zu behandeln, weil sie Hilfe suchen?

Genug ist genug!

Wie viele Menschen müssen noch sterben? Wie viele Kinder, Mütter, Väter, Großeltern, Tanten und Onkeln, Brüder, Schwestern und Freunde von jemandem sollen noch ertrinken, ersticken oder sonst wie krepieren?

Wie viele ungeborene Kinder sollen noch – nicht allein durch die Situation in der Heimat und die Flucht aus selbiger, sondern noch zusätzlich durch den enormen Stress der Mutter, dem sie im vermeintlich sicheren Zufluchtsort  weiterhin ausgesetzt ist, weil sie und ihr Baby unzureichend versorgt werden – bereits schwerst traumatisiert oder gar tot zur Welt kommen?

Was muss noch passieren, damit ihr da draußen euch endlich wie Menschen verhaltet und das einzig Richtige tut: anderen Menschen zu helfen. 

Wie kann es sein, dass es immer noch Leute gibt, die behaupten, dass Flüchtlinge uns, unser Land, unser System ausnutzen? Wer kann reinen Herzens behaupten, „denen“ gehe es besser als vielen Leuten in unserem Land, weil „die“ hätten ja alles was sie brauchen: Nahrung, Kleidung, Unterkunft… und dies alles „gratis“.

Möchtet ihr mit eurem Kind und nichts weiter als dem, was ihr auf dem Leib tragt, aus eurem Land fliehen müssen? Aus eurer Heimat, die zwar nicht sicher, aber doch alles ist, was ihr bislang kanntet? Euch dem Risiko aussetzen, auf dem Weg in eine bessere Zukunft zu sterben, euer Kind dieser Gefahr aussetzen, euer Leben riskieren? Und, gesetzt den Fall, ihr schafft es an euer Ziel, was real betrachtet nicht besonders wahrscheinlich ist, könnt ihr euch vorstellen, ohne jegliches Hab und Gut in ein fremdes Land zu kommen, nicht zu wissen, wie es weitergehen soll, ob ihr für euch und euer Kind ausreichend Nahrung, ein Bett, medizinische Versorgung, Kleidung und was sonst zum Überleben notwendig ist bekommt? Vollkommen darauf angewiesen zu sein, dass jemand euch hilft in dieser Krise, in dieser Situation der Angst, Unsicherheit und Verzweiflung, die euch zur Flucht getrieben hat, weil dies für euch die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben darstellte – für euch und für euer Kind?

Jeder, der sich für einen kleinen Augenblick in die Situation dieser Menschen hineinversetzt, kann einfach nicht anders als Mitgefühl empfinden. Jeder, der ein wenig Einfühlungsvermögen besitzt und ein menschliches Herz in seiner Brust trägt, wird erkennen, dass sämtliche Diskussionen über das ob und wie und warum unangebracht sind.

WIR MÜSSEN DIESEN MENSCHEN HELFEN!

Wie kann es sein, dass 70 Menschen in einem LKW auf ihrer Flucht in ein besseres Leben krepieren und unsere Frau Innenministerin nur eine einzige Sorge hat: die Bestrafung der Schlepper?

Wie kann es sein, dass der Wiener Bürgermeister allen unter 14-Jährigen Unterkunft gewährt, es aber bei der Umsetzung scheitert bzw. man feststellt, dass viele der im überfüllten Lager Traiskirchen untergebrachten Kinder einfach verschwinden und sich niemand darum kümmert, wo sie sind, was mit ihnen passiert ist und bessere Umstände schafft, die das Verschwinden von Flüchtlingskindern verhindert?

Warum sorgt sich niemand um die Sicherheit dieser Kinder, überlässt sie der Gefahr, als (sexuelle) Sklaven zu enden, weil irgendwelche Psychopathen herum laufen und deren schlimmes Schicksal auch noch dazu nutzen, sich an ihnen zu vergreifen?

Wie kann es sein, dass schwangere Frauen kein Bett bekommen, keine medizinische Versorgung, keine Unterstützung oder gar Zusicherung eines Krankenhausplatzes für den Moment der Geburt?

Wie kann es sein, dass gegen fliehende Menschen und deren Kinder Blendgranaten eingesetzt und Zäune aufgebaut werden, um ihnen die Flucht zu verweigern, sie wie Kriminelle zu behandeln, weil sie  Hilfe suchen?

Wie kann ein Mann wie Strache Massen aufhetzen zu einer unerklärlichen, irrationalen Wut auf Menschen, die zu uns kommen, weil dies ihre einzige, letzte Möglichkeit ist, zu überleben? Denkt ihr wirklich, dass Menschen ihr Leben und das ihrer Familie aufs Spiel setzen, damit sie hier bei uns als „Schmarotzer“ leben können? Sich hier „auf die faule Haut legen“ können, es sich „gut gehen“ lassen können? Wie engstirnig, voll Hass und Frustrationen muss jemand sein, der so etwas glauben kann?

Ihr könnt einem nur leid tun. Mein Mitleid ist aber erschöpft, denn es kommt voll und ganz den wahren Opfern zu.

Ihr alle, die ihr Angst habt, dass „die“ euch was wegnehmen, solltet des Landes verwiesen werden, dann hätten wir hier auch wesentlich mehr Platz für „die Ausländer“. Aber wer würde euch aufnehmen? Aber gut, das wäre dann ja wohl euer Problem…


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Tamara Jungbauer

Ein Gedanke zu „Blogger für Flüchtlinge: GENUG IST GENUG!“

  1. Eine tolle Aktion. Beeindruckend zu sehen, wie groß die Hilfe der Unterstützer tatsächlich am Ende war. Hier sind doch einige Sach- und Geldspenden zusammen gekommen und haben den Menschen ganz sicher ein ganzes Stück weiter geholfen.

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