3 Tipps, wie du mehr Achtsamkeit in deinen Alltag bringst!

20150418_150240.jpgWenn du meinen Blog verfolgst, wirst du schon erkannt haben, dass Achtsamkeit für mich einen großen Stellenwert hat – im Leben generell, aber gerade auch im Alltag mit Kindern. Achtsam den gegenwärtigen Moment leben zu können, ist DIE Grundvoraussetzung für Glück. Deswegen möchte ich dir heute ein paar Tipps in diese Richtung geben.

Wer kennt das nicht? Die Aufgaben des täglichen Lebens mit Kindern sind vielschichtig, komplex und erfordern nicht nur enormes Organisationstalent, Management und ein hohes Maß an Flexibilität (um uns jederzeit auf die aktuellen Umstände und auftauchenden Schwierigkeiten einzustellen), sondern – und ganz besonders – auch viel Energie und Kraft.

Der Schlüssel liegt im Moment

Wenn wir also nicht sorgfältig mit unseren Energiereserven umgehen, kann es schnell passieren, dass wir überfordert sind und wir nur noch auf Sparflamme laufen.Unter solchen Voraussetzungen jedoch bleiben die Gelassenheit und Geduld, die wir im Umgang mit unseren kleinen Leuten so dringend brauchen, auf der Strecke. Wir werden ungeduldig, gereizt, neigen zu Überreaktionen und tun uns schwer damit, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, das da wäre: das Hier und Jetzt. Dieser Moment.

Denn wenn wir genauer darüber nachdenken, dann besteht das Leben ja nur aus einer Aneinanderreihung von Momenten. Die Vergangenheit ist vorbei und kann nicht mehr geändert werden, die Zukunft ist noch weit weg und ebenso wenig beeinflussbar. Alles, was wir also haben, ist das JETZT. Und genau darauf sollten wir uns, so oft es geht, konzentrieren.

Auch ein kleiner Schritt zeigt seine Wirkung!

Das bedeutet nicht, dass wir andauernd präsent sind oder sein müssen. Das ist auch gar nicht möglich. Aber je öfter wir es schaffen, einzelne Momente einzufangen, sie festzuhalten und ganz da zu sein, je mehr wir Achtsamkeit in unser Leben bringen, desto intensiver wird sie uns beeinflussen. Das kann schon mit einem kleinen Ritual täglich beginnen, das keinen extra Zeitaufwand bedeutet, und kann bis hin zu Meditation reichen, die unseren Geist befreit und reinigt.

Seitdem ich begonnen habe, Achtsamkeit in mein Leben zu bringen, spüre ich die Veränderung. Manchmal gelingt es mir besser, dann wiederum habe ich Phasen, in denen es mir schwer fällt, präsent zu sein. Aber – und ich denke, darauf kommt es letztlich an – ich bin zumindest in kleinen Dosen hier und da und auch in einigen festen Ritualen, die ich inzwischen habe, achtsamer und präsenter.

3 Tipps, wie du mehr Achtsamkeit in dein Leben bringen kannst

1 Dein Kind als Anker

Als ich damit begonnen habe, Achtsamkeit zu üben, tat ich zunächst einmal nur eines: wann immer ich Momente zur Verfügung hatte, in denen ich mich voll und ganz meinem Sohn widmen konnte, nutzte ich diese dazu, meine Gedanken abzuschalten und mich ganz dem Augenblick hinzugeben. Ich beobachtete meinen kleinen Mann, war ganz bei ihm, versetzte mich in seine aktuelle Gefühls- und Erlebniswelt und stellte meine eigenen Probleme, Sorgen und Gedanken in den Hintergrund. Ich lachte mit meinem Kind, freute mich mit ihm, versuchte die Welt mit seinen Augen zu sehen.

Diese Momente waren und sind für mich vollkommen. In ihnen spüre ich reines Glück. Auch heute noch versuche ich solche Momente zu genießen und aufzusaugen. Mit Kindern Zeit zu verbringen, ermöglicht uns durchaus, achtsam zu sein. Wenn wir all die Aufgaben des Alltags mal kurz beiseite schieben können und uns auf den Moment einlassen, ist das pure Achtsamkeit, die noch dazu die Beziehung zu unseren Kindern stärkt, die Nähe erzeugt.

2 Dankbar sein

Wir neigen dazu, uns stets auf das zu konzentrieren, was vielleicht noch besser laufen könnte. Ständig haben wir Ziele, Pläne und Träume, die wir verfolgen und von denen wir uns erhoffen, dass sie uns das große Glück vor die Füße legen. Leider vergessen wir dabei allzu oft, dankbar für das zu sein, was wir bereits haben.

Ich habe mir ein kleines Dankbarkeitsritual angewöhnt, das ich jeden Abend mit meinen Kindern ausführe:

Nach der Gute-Nacht-Geschichte werfen wir noch einmal einen Blick auf den vergangenen Tag, indem wir darüber sprechen, was wir gemacht haben und was davon uns besonders gut gefallen hat. Wir bedanken uns für den Tag und für die schönen Momente, die er uns gebracht hat. Auf diese Weise schließen wir gemeinsam den Tag ab, bringen ihn zu einem guten Ende und üben uns in Dankbarkeit, die eine der Grundvoraussetzungen dafür ist, glücklich sein zu können.

Erst wenn wir dankbar sind für das, was wir haben und sind, können wir wirklich glücklich sein. Solange wir nur nach den „Sternen“ greifen, verpassen wir das wahre Glück, das im Hier und Jetzt liegt.

Wenn du möchtest, kannst du auch beispielsweise einmal die Woche aufschreiben, wofür du selbst in letzter Zeit dankbar warst. Nimm dir vor, an einem fixen Tag in der Woche deine persönliche Dankesliste zu machen. Du wirst sehen, es tut gut!

3 Atmen

Wenn du einen Schritt weiter gehen möchtest, dann versuche zumindest zehn Minuten täglich Ruhe zu finden, um dich ganz deiner Atmung hinzugeben.

Leg dich hin oder setze dich auf einen Stuhl und beobachte deinen Atem. Konzentriere dich auf deine Ein- und Ausatmung und erkunde, wie sich dabei dein Bauch hebt und senkt, wie die Luft durch deine Nase strömt und sich deine Brust füllt. Du beobachtest deine Atmung als würdest du dir selbst von außen zusehen, ohne sie verändern zu wollen. Du nimmst sie wahr, bewertest sie jedoch nicht (z.B. indem du denkst „ich atme zu schnell/zu flach/zu hektisch“ etc.).

Auftauchende Gedanken nimmst du wahr, schiebst sie jedoch ohne Bewertung einfach beiseite. Du kannst etwa, wenn du merkst, dass ein Gedanke auftaucht oder du abgedriftet bist, diesen Gedanken einfach kurz benennen („Denken“ oder „Gedanke“) und lässt ihn sogleich weiter ziehen. Ich stelle mir meistens vor, die Gedanken ziehen weiter wie Wolken am Himmel oder sie werden wie von Scheibenwischern einfach weg gewischt. Dann konzentrierst du dich wieder auf deinen Atem.

Viele Menschen denken, dass sie beim Meditieren keine Gedanken mehr haben dürfen. Dies gelingt vielleicht buddhistischen Mönchen, aber ist nicht das absolute Ziel, das es für dich zu erreichen gilt. Gedanken kommen immer wieder hoch, das gilt es zu akzeptieren – unser Gehirn lässt sich nicht einfach so abdrehen. Wichtig ist nur, dass wir sie neutral wahrnehmen und zur Seite schieben, ohne ihnen eine Wertung aufs Auge zu drücken wie z.B. „jetzt hab ich schon wieder gedacht“ oder „heute kann ich einfach nicht abschalten“ etc. Einfach wegschieben und wieder aufs Atmen konzentrieren.

Probier es doch mal aus 🙂

… und wenn du Lust hast, schreib mir über deine Erfahrungen!

Alles Liebe,

Deine

Tamara_Schrift

 

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Deine

Tamara_Schrift

Vom Einfluss traumatischer Kindheitserlebnisse auf unsere Gesundheit

Bildergebnis für sorgenpuppeEs ist also inzwischen auch medizinisch erwiesen: Traumatische Kindheitserlebnisse wie körperlicher oder sexueller Missbrauch, Gewalt in der Familie, psychische Gewalt, psychische oder physische Vernachlässigung, Drogenmissbrauch der Eltern, Psychische Erkrankung der Eltern u.ä. haben nachhaltige Auswirkungen auf unsere gesamte Gesundheit. Und zwar für unser ganzes weiteres Leben.

So werden beispielsweise die Neigung zu Depressionen/psychischen Erkrankungen, ADHS, Drogenmissbrauch, Herz-Kreislauferkrankungen, Neigung zu Selbstmord, Krebs und noch viele weitere Erkrankungen bis hin zu Veränderungen in unserer DNA Struktur, mit traumatischen Erlebnissen in der Kindheit assoziiert. Diese medizinische Erkenntnis ist hilfreich, wenn es um die Diagnose und Therapie von Erkrankungen geht. Speziell im Kindesalter kann bei entsprechender Diagnostik und Behandlung sehr viel abgefangen und verbessert bzw geheilt werden. Leider ist die Medizin noch nicht so weit, diese Erkenntnisse in die Praxis um- und dort einzusetzen. Vielleicht sind wir aber zumindest langsam am Weg dahin. Es wäre uns und unseren Nachfahren zu wünschen.

Die amerikanische Kinderärztin und Forscherin Nadine Burke Harris hat zu diesem Thema einen sehr interessanten Vortrag gehalten, den du dir hier ansehen kannst. Es lohnt sich, reinzuschauen!

Tamara Jungbauer