Mein Kind ist jetzt ein Schulkind – Zeit zum Loslassen

Ich werde wieder ein Stück weit weniger gebraucht von meinem Kind. Ich trete als Elternteil immer mehr in den Hintergrund, während immer mehr andere Menschen Anteil am Leben meines Kindes haben. Das tut weh.

Doch auch wenn wir Eltern immer wieder dieses Stechen im Herzen, das flaue Gefühl in der Magengegend verspüren, wenn sich unser Kind wieder einen weiteren Schritt von uns entfernt, so ist dies völlig normal und natürlich. Wichtig dabei ist nur, dass wir trotz des Abschiedsschmerzes bereit sind, loszulassen. Auch wenn es weh tut.

Mein Gastbeitrag für die Webseite besser-bilden.de befasst sich mit dem Thema Schuleintritt. Wenn das Kind in die Schule kommt, so bedeutet dies, dass es wieder ein Stück weit selbständiger geworden ist. Es sich einen weiteren Schritt von uns weg bewegt, geradeaus in Richtung Unabhängigkeit. Das ist schön, so soll es ja schließlich sein. Es tut aber auch weh. Den Eltern oft noch mehr als den Kindern. Warum dies so ist, könnt ihr hier nachlesen.


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Vom Einfluss traumatischer Kindheitserlebnisse auf unsere Gesundheit

Bildergebnis für sorgenpuppeEs ist also inzwischen auch medizinisch erwiesen: Traumatische Kindheitserlebnisse wie körperlicher oder sexueller Missbrauch, Gewalt in der Familie, psychische Gewalt, psychische oder physische Vernachlässigung, Drogenmissbrauch der Eltern, Psychische Erkrankung der Eltern u.ä. haben nachhaltige Auswirkungen auf unsere gesamte Gesundheit. Und zwar für unser ganzes weiteres Leben.

So werden beispielsweise die Neigung zu Depressionen/psychischen Erkrankungen, ADHS, Drogenmissbrauch, Herz-Kreislauferkrankungen, Neigung zu Selbstmord, Krebs und noch viele weitere Erkrankungen bis hin zu Veränderungen in unserer DNA Struktur, mit traumatischen Erlebnissen in der Kindheit assoziiert. Diese medizinische Erkenntnis ist hilfreich, wenn es um die Diagnose und Therapie von Erkrankungen geht. Speziell im Kindesalter kann bei entsprechender Diagnostik und Behandlung sehr viel abgefangen und verbessert bzw geheilt werden. Leider ist die Medizin noch nicht so weit, diese Erkenntnisse in die Praxis um- und dort einzusetzen. Vielleicht sind wir aber zumindest langsam am Weg dahin. Es wäre uns und unseren Nachfahren zu wünschen.

Die amerikanische Kinderärztin und Forscherin Nadine Burke Harris hat zu diesem Thema einen sehr interessanten Vortrag gehalten, den du dir hier ansehen kannst. Es lohnt sich, reinzuschauen!

Tamara Jungbauer