Keine Erziehung ist auch keine Lösung – vom Dschungel der Erziehungsstile und dem Druck, alles richtig zu machen.

Erziehung ist ein Prozess, der sich stetig weiter entwickelt. Er findet in der Beziehung zwischen Eltern und Kind statt. Es ist also eigentlich gar nicht möglich, nicht zu erziehen. Doch wie diese Erziehung genau aussehen soll, darüber scheiden sich heute wirklich viele Geister. Eltern haben es so schwer wie noch nie, sich darüber klar zu werden, wie sie ihr Kind denn nun erziehen wollen.

Doch erst mal zur Begriffsklärung.

Für mich bedeutet Erziehung zunächst einmal Arbeit an mir, als Mutter, selbst. Um meinem Kind meine eigenen Werte vermitteln und weitergeben zu können, muss ich mir erst einmal selbst darüber im Klaren sein, welche Werte und Normen für mich gelten und wo meine persönlichen Grenzen liegen.

Wir als Eltern lernen, wenn wir in Beziehung zu unserem Kind treten, auch viel über uns selbst, überdenken und definieren zum Teil unsere Anschauungen und Verhaltensweisen neu, reflektieren unser Handeln, lernen unsere eigenen Grenzen immer wieder neu kennen. Wir wachsen sozusagen mit unserem Kind mit.

In diesem Erziehungsprozess, der ja in Wahrheit nichts anderes ist als ein wechselseitiger Lernprozess, haben wir Eltern jederzeit die Möglichkeit zu Reflexion und Veränderung. Wir Eltern lernen mit dem Elternsein stetig dazu. Dass es dabei neben den vielen schönen Momenten des Elterndaseins auch immer wieder zu Unsicherheiten, Hilflosigkeit und dem Gefühl, komplett zu versagen, kommen kann, ist also vollkommen natürlich. Wir sind schließlich nicht perfekt. Fehler gehören dazu, wir sollen und dürfen sie machen. Dies anzunehmen, nimmt uns sehr viel Druck von den elterlichen Schultern.

Autoritär? Antiautoritär? Laissez-faire? Montessori? Waldorf? Pikler? Ohne Gewalt! Partnerschaftlich? Oder doch so wie Herr Juul meint: als „Leitwolf“?  Was ist denn nun „richtig“?

Es gibt inzwischen so viele unterschiedliche Meinungen und Richtungen zum Thema Erziehung, dass einem schwindlig werden könnte. Während noch vor rund 100 Jahren jeder wusste, was mit „Erziehung“ gemeint ist und wie eine solche auszusehen hat, haben sich in den letzten Jahrzehnten unzählige Strömungen entwickelt. Das ist einerseits sehr gut, denn wir sind uns ja heute darüber im Klaren, dass die Erziehung zu striktem Gehorsam eben nicht das ist, was Kindern eine gesunde Entwicklung ermöglicht.

Andererseits bewirken diese vielen unterschiedlichen und zum Teil sehr kontroversen Richtungen auch, dass viele Eltern verunsichert sind und Angst haben, etwas so grundlegend falsch zu machen, dass sie ihrem Kind dauerhaft ernsten Schaden zufügen könnten.

Manche Expertinnen und Experten meinen, Kindern Grenzen zu setzen wäre wichtig, andere legen das Thema Grenzen so aus, als wären diese an sich ein autoritäres Mittel, um sich Kinder untertan zu machen. Es gibt auch Expertinnen, die beim Begriff „Grenze“ aufschreien, aber bei genauerer Betrachtung selbst für ebensolche Grenzen eintreten, diese Tatsache eben nur anders benennen. Dies zu überblicken und zu erkennen, ist für Laien nicht immer einfach.

So werden Montessoris (ohne Frage gute) Ansätze teilweise solcherart in die Praxis umgesetzt, dass die Kinderzimmer der Kleinsten schon mit Fördermaterial vollgefüllt werden, was bei genauerer Betrachtung eigentlich dem Grundgedanken Montessoris erst recht widerspricht: nämlich das Kind nicht zu „überfördern“, sondern es sich seinem Tempo und Bedarf entsprechend einfach entwickeln zu lassen.

Ohne Frage meinen es die Betreffenden nur gut – aber wohl aus dem Hintergrund heraus, dass sie unter dem Druck, es besonders gut machen zu wollen, es dann doch übertreiben.

Eine weitere Entwicklung, die mich persönlich regelrecht verärgert ist die, dass Lob heutzutage gern generell verteufelt wird- ohne dabei zu berücksichtigen, dass Kinder Individuen mit unterschiedlichen Bedürfnissen sind. Viele hochsensitiven Kinder beispielsweise brauchen vermehrt Lob und Bestätigung, weil sie von Natur aus dazu neigen, an sich selbst zu zweifeln. Wenn deren Eltern sich davon „überzeugen“ lassen, dass zu viel Lob generell mehr schadet als nutzt und sie deshalb ihr Lob zu sehr einschränken, kann dies also dem Wohl ihres hochsensitiven Kindes letztlich erst recht abträglich sein.

Manche sogenannten Expertinnen und Experten in Erziehungssachen gehen sogar so weit, zu behaupten, wir bräuchten eine Ent-ziehung von der Er-ziehung. Das halte ich persönlich für unsinnig bis gefährlich.

Ich sehe immer mehr Eltern, die sich kaum noch trauen, ihrem kleinen Schatz gegenüber ein klares „Nein“ auszusprechen.

Mütter, die lieber nachgeben, um ihr Kind in dem jeweiligen Moment nicht zu enttäuschen, als dass sie eine Grenze setzen, die dem kindlichen Wohl letztendlich sehr zugute kommen würde. Ich sehe der heutigen Entwicklung, die „weg von der Erziehung“ geht, mit großer Skepsis und Sorge entgegen.

Meiner Ansicht nach ist Erziehung eine natürliche Notwendigkeit. Wie bereits erwähnt, können wir gar nicht nicht erziehen. Erziehung bedeutet für mich auch, dass wir Eltern unseren Teil der Verantwortung übernehmen – nämlich in allen Belangen, in denen das Kind noch auf unsere Erfahrung und Fürsorge angewiesen ist.

Ent-ziehen wir uns dieser Verantwortung, so werden aus unseren Kindern verunsicherte, tyrannische und letztlich hilflose kleine Wesen, die sich in weiterer Folge zu narzißtischen, egoistischen Erwachsenen mit geringem Selbstwert entwickeln. Chronische Überforderung durch ein zu hohes Maß an Verantwortung wirkt sich negativ auf Kinder aus.

Deswegen bereitet mir der heutige Trend zur partnerschaftlichen Erziehung Bauchschmerzen.

Wenn wir unsere Kinder als „Partner“ behandeln, so rauben wir ihnen ihre Kindheit. Wir entziehen uns dadurch unserer Verantwortung und legen diese dem Kind auf. Es soll Entscheidungen treffen, für die es noch gar nicht reif ist. Das überfordert es dauerhaft, was seiner aktuellen und zukünftigen gesunden Entwicklung abträglich ist.

Den Druck, perfekt zu sein, loslassen.

Der englische Psychoanalytiker und Kinderarzt Donald Winnicott prägte Anfang des 20. Jahrhunderts den Begriff der sogenannten „good enough mother“, also der „ausreichend guten Mutter“. Damit ist gemeint, dass Kinder keine perfekte Mutter (respektive Vater) brauchen, sondern eine Mutter, die „ausreichend gut“ ist, um die Bedürfnisse ihres Kindes zu befriedigen. Nur so kann es, laut Winnicott, dem Kind zum gegebenen Zeitpunkt auch gelingen, sich auf natürliche Weise von seiner Mutter abzulösen, um die von ihm zu erfüllenden Aufgaben selbst bewältigen zu können.

Anstatt uns an irgendwelche vorgefertigten Erziehungsstile anzupassen und kategorische Regeln zu befolgen, die angeblich bei jedem Kind wirken, sollten wir also diesen Druck, perfekte Eltern sein zu wollen, los- und uns lieber auf unser Kind einlassen. 

Die Welt, in der wir leben, ist bekanntlich nicht perfekt. Wir Eltern sind es auch nicht und sollen es auch nicht sein wollen. Echt und greifbar zu sein, Fehler zu machen und zu selbigen zu stehen – das ist viel besser als „perfekt“ zu sein. Wichtig ist, dass wir authentisch bleiben und das, was wir von unseren Kindern erwarten, auch selbst vorleben. So, wie wir wollen, dass unsere Kinder sich verhalten, sollten wir es zuerst selbst tun!

Was sagt der Bauch?

Eine wesentliche Rolle in der Erziehung und somit in der Eltern-Kind-Beziehung spielt meiner Meinung nach, die Intuition. Heute fällt es vielen Eltern schwer, Zugang zu selbiger zu finden. Wir sind ständig von anderen Menschen umgeben, die alle irgendwelche, oft festgesetzten, Meinungen haben und diese gerne kundtun.

Sobald ein Kind da ist, wird man als Mutter oder Vater regelrecht bombardiert mit den Meinungen anderer (zumeist) Eltern. Doch nicht jeder, der selbst Kinder hat, ist allein deshalb automatisch Experte in Sachen Kindererziehung. Jemand, der die eigenen Erfahrungen direkt auf die Erziehung eines anderen Kindes umlegt, bestätigt damit nur, dass er in Wahrheit wenig Ahnung von der Materie hat.

Ich habe im Laufe meines Mamadaseins gelernt, Ratschläge und Meinungen in Bezug auf das Thema Kindererziehung sehr bewusst zu filtern. Ich nehme das, was ich als richtig, gut oder sinnvoll erachte, für mich mit – all das, was aber nicht mit meiner eigenen Meinung oder meinem Bauchgefühl vereinbar ist, lasse ich einfach so stehen.

Ich picke mir sozusagen von überall die Rosinen für meine eigene Erziehungsweise heraus.

Doch genau darum geht es auch bei der Intuition: sich eben nicht ständig durch andere Meinungen oder Aussagen verunsichern zu lassen. Wenn wir stattdessen lernen, wieder mehr auf unser Bauchgefühl zu hören, so werden wir nicht nur unabhängig von den Meinungen anderer Menschen, sondern gewinnen auch mehr Sicherheit in Hinblick auf die Art und Weise, wie wir unser Kind erziehen wollen. Und wir tun automatisch auch das jeweils „Richtige“ – oder besser gesagt: das, wofür wir uns dann entscheiden, kann nicht grundsätzlich falsch sein!

Mein Fazit: Intuition und Authentizität anstelle rigider Erziehungsstile

Ich sehe so viele Eltern, die sich angesichts dieser Flut an Erziehungsströmungen kaum noch zurecht finden, die sich verirren und beeinflusst fühlen durch all diese Meinungen, die in tausend Richtungen tendieren und allesamt behaupten, „es“ zu wissen.

Pickt euch eure Rosinen aus dem Kuchen!

Ich selbst habe schon aufgrund meiner Ausbildung viel zum Thema Erziehung gelesen und gehört und manche Richtungen für mich als eher sinnvoll auserkoren, während ich andere, meinen eigenen Anschauungen zuwider laufende Strömungen für mich ausschließe.

Ich persönlich finde, dass Maria Montessori, Jesper Juul, Rebecca Wild, Remo H. Largo, Jan Uwe Rogge und noch einige andere herausragende Pädagoginnen und Pädagogen mehr in vielen Standpunkten sehr vertretbare Ansätze bringen. Meine Erziehungsweise ist durch viele ihrer Gedanken beeinflusst. Wohlgemerkt: beeinflusst, aber nicht bestimmt.

Ich warne Eltern heute davor, sich zu sehr auf die Meinung irgendwelcher Ratgeber oder Experten zu fokussieren.

Nicht alles, was Herr Juul oder Frau Montessori und all ihre Vertreter sag(t)en, können wir 1:1 auf die Erziehung unseres Kindes umlegen. Dies ist weder sinnvoll noch möglich, denn sowohl wir Eltern als auch unsere Kinder sind individuelle Wesen mit eigenen Persönlichkeitsstrukturen, Erfahrungen und Anschauungen. Uns zu sehr auf irgendwelche vorgefertigten Erziehungsstile zu beschränken, widerspricht unserer Natur, macht uns zu Marionetten einer künstlichen Erziehung, die letztendlich nichts oder kaum mehr etwas mit kindgerecht und bindungsorientiert zu tun hat.

Stattdessen ist es meiner Ansicht nach wichtig, dass wir auf unser Bauchgefühl vertrauen, unserem Herzen folgen und dabei menschliche Vorbilder bleiben, die greifbar sind, zu ihren Fehlern stehen und ihre Kinder mit Respekt behandeln. Bei Unsicherheiten ist es sinnvoller, sich an eine Expertin bzw. einen Experten zu wenden, die oder der die Familie persönlich beraten und begleiten und damit auf die Personen individuell eingehen kann anstatt Ratgeber und vorgefertigte Meinungen zu befolgen, die kategorisch denken (müssen) und niemals für alle Eltern und deren Kinder gelten können.

Alles Liebe,

Deine

Tamara_Schrift

 

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Deine

Tamara_Schrift

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Liebe Mamas!Pregnant

Heute möchte ich mit euch einen Text aus Khalil Gibrans „Der Prophet“ teilen, den ich persönlich sehr berührend finde. Er passt, wie ich finde, sehr gut zu einer achtsamen und bindungsorientierten Form der Erziehung und Eltern-Kind-Beziehung, die das Kind als individuelles Wesen mit eigenen Bedürfnissen, Gedanken und Werten schätzt und respektiert.  ♥

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter

der Sehnsucht des Lebens

nach sich selbst.

Sie kommen durch euch,

aber sie sind nicht von euch,

und auch wenn sie bei euch sind, gehören sie euch nicht.

Ihr könnt ihnen eure Liebe geben,

aber nicht eure Gedanken,

weil sie ihre eigenen Gedanken haben.

Ihr könnt ihren Körpern eine Behausung geben,

aber nicht ihren Seelen,

weil ihre Seelen im Haus von  morgen wohnen,

welches ihr nicht betreten könnt,

noch nicht einmal in euren Träumen.

Ihr könnt versuchen,

wie sie zu sein,

aber versucht nicht sie euch anzugleichen,

das Leben geht nicht rückwärts,

noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen,

von denen eure Kinder

als lebende Pfeile abgeschossen werden.

Der Bogenschütze sieht das Ziel

auf dem Pfad der Unendlichkeit,

und Er biegt euch mit Seiner Kraft,

damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.

Möge das Gebogenwerden

in des Schützen Hand

Freude in euch auslösen.

So wie Er den fliegenden Pfeil liebt,

so liebt Er auch den Bogen,

der fest steht.

Eure

Tamara_Schrift

Angebot

 Die Herzenspädagogische Familienbegleitung und -beratung für dich

Kostenloses Informationsgespräch

Hast du Interesse, bist aber noch unsicher, ob die Herzenspädagogische Familienberatung etwas für dich ist? Möchtest du mich persönlich kennen lernen und dir ein besseres Bild von meiner Arbeit machen?

Bei einem kostenlosen Infogespräch erkläre ich dir vorab, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte, du kannst mir schon einmal in Umrissen erzählen, worum es geht und dir so einen besseren Eindruck machen.

Anfrage unter: jungbauer@erziehungskiste.net 

Einzelsetting

Beim Einzelsetting komme ich zu dir nach Hause*. Auf diese Weise ersparst du dir die Wegzeit und kannst in deiner gewohnten familiären Umgebung über die Themen sprechen, die dir am Herzen liegen. Dein/e Kind/er  ist/sind dabei sehr willkommen und erwünscht.

*Auf Wunsch können wir die Beratung auch gern bei mir machen.

Kosten: 70€ für das Erstgespräch (Dauer: 90 Minuten)

50€ für jede weitere Einheit (1 Einheit = 60 Minuten)

Gruppensetting

Wenn du eine Freundin mit ähnlichen Problemen hast oder mehrere andere Eltern findest, die Interesse daran haben, zu einem speziellen pädagogischen Thema mehr zu erfahren, so biete ich auch Gruppenbegleitungen an. Gruppengröße: 2 bis maximal 5 Eltern.

Ort: bei dir zu Hause, auf Wunsch auch bei mir möglich.

Kosten: 70€ pro Einheit (1 Einheit = 60 Minuten)

Email Beratung

Diese hat den Vorteil der zeitlichen Flexibilität. Du schreibst mir unter jungbauer@erziehungskiste.net, wann es sich für dich am besten einrichten lässt und erhältst von mir so rasch wie möglich eine ausführliche Antwort. Die Online Begleitung erfolgt über einen Zeitraum von 4 Wochen, in dem ich dich zu sämtlichen Fragen online begleite. Sie ist kostengünstiger, da bei dieser Variante die Wegzeit für mich wegfällt.

Starttermin der Online Beratung ist das Datum des Zahlungseingangs.

Kosten: 60€ für die erste Einheit (1 Einheit = 1 Monat)

50€ für jede weitere Einheit

Online Sprechstunde

Vorteile der Online Sprechstunde:

  • – die zeitliche Flexibilität: du entscheidest, wann du dir Zeit nehmen möchtest. Zusätzliche Wegzeiten fallen weg, es bleibt mehr Raum für das Wesentliche.
  • – schriftliche Beratung kommt schneller auf den Punkt: sich schriftlich auszudrücken bedarf schon einer gewissen gedanklichen Vorbereitung – ich überlege erst, dann schreibe ich. Dadurch erspart man sich viel „zwischen den Zeilen“.
  • – Vorteile gegenüber der Email Beratung: die sofortige Beantwortung deiner Fragen, die Möglichkeit zum live Austausch (so sind Rückfragen direkt möglich anstatt zeitversetzt).
  • – Da die Online Sprechstunde in 30 Minuten Einheiten buchbar ist, kannst du sie auch gut für Fragen zwischendurch nutzen.

Wie funktioniert die Online Sprechstunde?

Du schreibst mir eine Email unter jungbauer@erziehungskiste.net oder rufst mich an (siehe Kontaktdaten rechte Spalte) und wir vereinbaren einen Termin, der für dich passt. Die Online Sprechstunde findet entweder über einen privaten Chat (dessen Link ich dir jeweils zusende), telefonisch oder via Skype statt.

Damit wir so bald wie möglich loslegen können, bitte ich dich, mir in der Zwischenzeit die Kosten für die Beratungseinheit auf mein Konto zu überweisen.

Kosten: 20€ pro Einheit (1 Einheit = 30 Minuten)


Sozialtarif: 

Hast du dringend Bedarf an pädagogischer Beratung, befindest dich aber in einer finanziell schwierigen Lage? Ich biete laufend eine gewisse Anzahl von Plätzen mit Sozialtarif an. Einfach nachfragen!


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Ich freu mich auf ein Kennenlernen!

Vom Einfluss traumatischer Kindheitserlebnisse auf unsere Gesundheit

Bildergebnis für sorgenpuppeEs ist also inzwischen auch medizinisch erwiesen: Traumatische Kindheitserlebnisse wie körperlicher oder sexueller Missbrauch, Gewalt in der Familie, psychische Gewalt, psychische oder physische Vernachlässigung, Drogenmissbrauch der Eltern, Psychische Erkrankung der Eltern u.ä. haben nachhaltige Auswirkungen auf unsere gesamte Gesundheit. Und zwar für unser ganzes weiteres Leben.

So werden beispielsweise die Neigung zu Depressionen/psychischen Erkrankungen, ADHS, Drogenmissbrauch, Herz-Kreislauferkrankungen, Neigung zu Selbstmord, Krebs und noch viele weitere Erkrankungen bis hin zu Veränderungen in unserer DNA Struktur, mit traumatischen Erlebnissen in der Kindheit assoziiert. Diese medizinische Erkenntnis ist hilfreich, wenn es um die Diagnose und Therapie von Erkrankungen geht. Speziell im Kindesalter kann bei entsprechender Diagnostik und Behandlung sehr viel abgefangen und verbessert bzw geheilt werden. Leider ist die Medizin noch nicht so weit, diese Erkenntnisse in die Praxis um- und dort einzusetzen. Vielleicht sind wir aber zumindest langsam am Weg dahin. Es wäre uns und unseren Nachfahren zu wünschen.

Die amerikanische Kinderärztin und Forscherin Nadine Burke Harris hat zu diesem Thema einen sehr interessanten Vortrag gehalten, den du dir hier ansehen kannst. Es lohnt sich, reinzuschauen!

Tamara Jungbauer